Meditation für Schwangere

Ihr Lieben,

wie im letzten Post versprochen, widme ich diesen Post den Ladies, die ein (oder auch mehrere) kleine Seelen unterm Herzen tragen - ihr schönen schwangeren Frauen.

Be gentle with yourself. You are a child of the universe, not less than the trees & stars. In the noisy confusion of life, keep peace in your soul – Max Ehrmann

Hast Du ein paar Minuten Zeit für Dich? Dann pack Dich nicht vor den Fernsehr oder hänge bei Facebook rum, blätter nicht nebenher in einer Zeitung, während Deine Seele eigentlich nach Ruhe, nach bereicherndem Input, nach Verbindung mit Dir selbst ruft. Wenn Du das Gefühl hast, Du bist nicht in Verbindung mit Dir oder wenn Dich irgendwas belastet, dann tu etwas, um wieder in Verbindung mit Dir zu treten. Vielleicht ist es eine Angst, der Du nicht zugestehen magst, da zu sein. Angst vor der Geburt, Angst davor, wie Dein Leben sich verändert, wenn Dein Kind auf die Welt kommt? Vielleicht ist es eine unbestimmte Unruhe, die Dich kribbelig macht? Vielleicht hattest Du einfach einen anstrengenden Tag und kommst nun nicht zur Ruhe.

Wenn Du Dich mit Social Media ablenkst, wird das Gefühl nicht weniger, es wird nicht verschwinden. Du gibst ihm einfach keinen Raum, dem Gefühl, Du schiebst es weg. Und wie bei einer Katze, die sich meist die Menschen im Raum sucht, die nicht allzu katzenaffin sind und sich neben diese legen wird, wird dieses Gefühl ganz nah bleiben, es wird sich immer wieder anschleichen. In Momenten, in denen Du es nicht erwartest, wird es um Deinen Geist streichen, Dich aus dem Moment, in dem Du eigentlich bist, transportieren. Also nimm es wahr, dieses Gefühl.

Setz Dich an einen schönen Ort. Schließ die Augen. Nimm wahr, was Du fühlst. Fühlst du Unruhe? Würdest Du gern aufstehen, weil Dir tausend Dinge einfallen, die Du jetzt machen könntest, die Du erledigen solltest? Wenn ja, dann versuch etwas, was vielleicht völlig neu für Dich ist – gib diesem Gefühl nicht nach. Sondern beobachte, wie es sich anfühlt, diese Unruhe zu spüren, aber nicht in Bewegung zu treten.

Was macht das mit Deinen Fingern, wo in Deinem Körper spürst Du diese Unruhe physisch?

Wie ist Deine Atmung, wenn Du es schaffst, Dich nicht unruhig zu bewegen, nicht dem vermeintlichen Bedürfnis nachzugeben, in Aktion zu treten.

Verändert sich die Unruhe, wenn Du noch einen und noch einen Moment schaffst, sitzen zu bleiben, zu atmen?

Dann tritt in Verbindung mit Deinem Baby. Leg Deine Hände auf Deinen Bauch. Keine Angst, Du musst nicht unbedingt in einen Dialog mit Deinem Kind treten, wenn sich das nicht gut anfühlt. Viele Frauen können sich ihr Baby vorstellen, führen Gespräche mit ihm, die Verbindung ist quasi seit der Befruchtung da. Bei manchen dauert es selbst nach der Geburt noch eine ganze Weile, bis sie sich ganz verbunden fühlen mit ihrem Kind. Bitte sei verständnisvoll mit Dir selbst, wenn Du zu Variante No. 2 gehörst. Genauso wie manche sich sofort in jemanden verlieben, andere Monate brauchen um die Liebe wachsen zu lassen, sind die Muttergefühle eben verschieden.

Also.. zurück zu dem Moment, wo Du Deine Hände auf Deinen schönen Bauch legst. Schließ die Augen.

Vielleicht spürst Du gleich die Verbindung, Vielleicht kannst Du sofort ganz viel Liebe zu dem kleinen Wesen schicken.

Wenn nicht, konzentrier Dich darauf, lang einzuatmen – dabei wird Dein Bauch ganz groß, wie ein Ballon. Beim Ausatmen sinkt die Bauchdecke sanft zurück. Dann, wenn Du merkst, dass Du nur noch auf Deinen Atem hörst, Dich durch dieses Ein – und Ausatmen selbst zur Ruhe gebracht hast, lass den Atem weiterhin einfach passieren, ohne ihn aktiv zu lenken. Und dann stell Dir Dein Kind vor. Was macht es gerade? Wie könnte es aussehen. Schläft es?

Seine Welt, das ist Dein Bauch. Die schützende Höhle, die es umgibt. Die Geräusche, die es kennt, sind die Geräusche Deines Körpers, Deine Stimme. Du bist seine Welt.

Vielleicht magst Du sanft über Deinen Bauch streichen, vielleicht weiterhin ganz viel Liebe zu Deinem Kind schicken. Oder Du sprichst mit Deinem Kind. Laut oder gedanklich. Nichts ist falsch. Du bist richtig. Du bist die Mutter dieses Kindes und Deine innere Stimme, Deine Weisheit sagt Dir, was richtig ist. So ist es jetzt, so wird es auch nach der Geburt sein. Also fühl Dich ganz friedlich, ganz frei von jedwegem Druck.

Und dann verharre ein paar Minuten in dieser Verbindung. Zu Dir und zu Deinem Kind. Atme lang und tief und spür in Dich hinein.

Sobald Du merkst, Du magst aus diesem Moment wieder auftauchen, nimm ein paar gezielte tiefe Atemzüge. Streck Dich, kreis den Kopf, tu wonach es Deinen Körper verlangt. Und dann bedank Dich bei Dir selbst, dass Du Dir die Möglichkeit geschenkt hast, Dich selber wieder in Verbindung mit Dir und Deinem Kind zu bringen.

Sat Nam. Sei Du selbst. Julia

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