Hä.. ich meine.. wie bitte?

Ich hab mich dabei erwischt. Wie ich meine eigenen Regeln breche. Gut, dass mein Sohn noch nicht lesen kann, denn:

meine Füße lege ich auf den Couchtisch, wenn ich abends mit Buch und Wein auf der Couch liege,

ich horche nicht immer so ganz genau in meinen Bauch hinein, ob da noch Platz ist, sondern esse, weil es achsogutschmeckt noch eine klitzelkleine Portion, uuund noch ne halbe hinterher. Ähem.

Ich sage ziemlich oft hä anstelle von wie bitte.

Ich vergesse meine Mütze wirklich häufig.

Und trödele zwar nicht auf dem KiTa Heimweg, aber vorm Zeitschriftenregal, oder wenn ich meine Nachbarin aus der Straße treffe und unbedingt noch kurz mit ihr sprechen mag.

Ziemlich viele Regeln häufen sich an, hab ich bemerkt. Und klar, es gibt welche, die sind wichtig. Und da ich in meinem Leben auch schon ein paar unangenehme Erwachsene erlebt habe, die diese nicht kannten, möchte ich, dass mein Sohn weiß, was man machen sollte und was nicht. Vor allem im Umgang mit anderen Menschen.

Aber ich muss zugeben, dass es schon ziemlich paradox ist, Pippi Langsrumpf zu lesen und darauf zu beharren, den Nachtisch erst essen zu dürfen, wenn dies oder jenes geschehen ist..

Ich möchte, dass der Kleine höflich ist und gut zu seinen Mitmenschen. Dass er Grenzen wahrt und ebenso weiß, dass er erwarten kann, dass die seinen respektiert werden.

Aber die Sache mit dem Hä, mit den Füßen aufm Sofatisch. Die Angelegenheit mit dem Eis vorm Abendessen, die bringen mich in eine Zwickmühle.

Was sind Deine Regeln? Und hälst Du Dich selbst immer an sie?

Habt einen wilden Dienstag und seid nicht so streng mit Euren Süßen uuund nicht so streng mit Euch selbst. Julia

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