Gut, crazy, wehmütig

Es ist 14h an einem Mittwochnachmittag. Wisst ihr was ich gerade theoretisch machen könnte? Fernsehgucken. Crazy Shit. Echt jetzt. Mein Sohn ist Vier und ist bei einem Freund und Nachbarn zu Besuch. Und jetzt spielen die nebenan. Allein. Ohne Streit (bis jetzt) und ich .. gut jetzt schreibe ich dies hier, aber theoretisch, oh man.. was könnte ich machen? Lesen, Yoga, telefonieren ohne unterbrochen zu werden. Fernsehen. Was kommt denn bitte im Fernsehen nachmittags unter der Woche? Abgesehen davon, dass ich generell wenig Fernsehen schaue, weil ich einfach zu viel anderes Zeugs lieber mache, bin ich ganz geplättet von dieser Auswahl. Und ich werde keine Wäsche machen. Neihein. Ich genieß jetzt nen Moment, diese Situation – mein Kleiner ist so groß, dass er mit nem Freund allein spielt. Echt kein Baby mehr, mein Großer. Es mag banal klingen, diese Beschreibung. Aber alle Mamas da draußen verstehens bestimmt. Und an alle Mamas, die mit ihren Babies in Elternzeit sind und nicht mehr allein auf Klo waren, seit sie Mutter geworden sind:

Er wird kommen, dieser Moment und ich schwöre Euch – er fühlt sich gut an. Gut und crazy und ein bisschen auch wehmütig (dass das Kind schon so groß ist). Aber das ist wohl die Mutterschaft in drei Worten, nicht wahr? Gut, crazy, wehmütig.

Kontakt