Feuer gegen Müdigkeit

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich Euch den Feueratem vorstellen. Das, was uns manchmal die Tage grau verhängt, auch wenn die Sonne scheint, die Kinder gesund sind und eigentlich eigentlich (ach dieses eigentlich..) alles in Ordnung ist, ist: MÜDIGKEIT. Diverse Möglichkeiten gibt es da, wie Nächte von Menschen mit Kindern verlaufen können. Fast allen haftet eine Gemeinsamkeit an: Sie sind zu kurz. Weil vielleicht ein bis sieben Mal unterbrochen, um zu stillen oder zu beruhigen oder kränkelnde Kleine zu streicheln. Weil gerade viel passiert im kleinen Kinderkopf und wachsenden Kinderkörpern und es dann den sicheren Hafen Mama oder Papa braucht, um sich zu vergewissern, dass alles genau richtig so ist. Ich stelle mir gerade eine Fotocollage vor von den Betten von Familien in der Welt. Sie wäre in jedem Fall bunt und oft, dessen bin ich mir sicher, würde man quer auf den Eltern schlafende Kinder darauf entdecken, oder halbschlafende Eltern, die Schlafsackzipfel umklammern, weil das Kind, was Nachts gegen 4h zu den Eltern getrappelt kam, unbedingt links unten am Rand schlafen mag, mit jeder Bewegung aber Gefahr läuft, aus dem Bett zu rollen. Ach das mit der Collage beginnt mir zu gefallen. Ich stelle mir vor, wie Väter halb in angebauten Babybetten liegen, weil drei kleine Mäuse sich in der Mitte breit machen, die Matratze vor dem Elternbett ist Ausweichort, weil Säugling, stillende Mama und das Stillkissen halt nicht mehr viel Platz für einen zweiten Erwachsenen lassen. Die Collage des nächsten Tages zeigt Augenringe bei den Eltern, Kaffee/Tee/Mate um durchzuhalten. Und der Kopf ist nicht klar.

Was Euch helfen kann, ihn freizupusten, ist der Feueratem (Kapalabhati). Ihr könnt ihn in jeder Position und Situation machen (obwohl ich zugeben muss, dass die Kollegen im Büro eventuell kurz irritiert sein könnten, wenn ihr sie nicht vorwarnt). Ihr müsst nicht aufgewärmt sein oder Euch einstimmen. Wenn ihr merkt, Euer Kopf hängt voller Schleierwolken und ihr keine Möglichkeit habt, eine Pause zu machen, dann lasst Euch durch diese kraftvolle Atmung helfen (aber bitte nicht, wenn ihr schwanger seid – jeglicher Druck auf dem Bauchraum ist tabu – ich verspreche einen baldigen Post für Power für Schwangere).

Anleitung Feueratem:

Atmet einmal tief ein, so dass der Bauch sich wie ein Luftballon mit Luft füllt. Nun zieht ihr den Bauchnabel kraftvoll Richtung Wirbelsäule und atmet durch diese Bewegung aus. Lasst den Bauchnabel sanft wieder nach vorn kommen und durch dieses „Loslassen“ atmet ihr wieder ein. Es ist also nur zu Beginn ein aktives Einatmen, danach bestimmt die Bewegung des Bauches das ein und ausatmen. Gebt Euch ein bisschen Zeit, um hineinzukommen in diese Pranayama (Atem) Übung. Findet Euer Tempo, probiert es einfach mal. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr habt den Dreh raus, dann stellt Euch Euren Handywecker auf 3 Minuten. Und beginnt. Ganz kraftvoll. Stellt Euch vor, wie ihr Energie in Euch hineinpumpt, Euch mit Kraft füllt. Danach bleibt noch einen Moment ganz bei Euch, spürt nach, wie es Euch geht.

Und dann auf zu neuen Abenteuern.

Eure Julia

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