Dreh den Regler runter

Guten Morgen ihr lieben Mamas!

Heute früh mag ich Euch schreiben über einen Tipp, den ich beim Meditieren benutze und der für mich ganz hervorragend funktioniert. Vielleicht klappt er ja auch bei Euch. Und er lässt sich nicht nur für Meditationen, sondern auch auf den Alltag anwenden.

Gedanken. Wilde Kreaturen beizeiten, die sich jagen und wie Affen von Ast zu Ast springen – sobald wir nicht zielgerichtet über etwas sinnieren. Sind sie losgelassen, drehen sie ihre Kreise. Kreise im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Menschen merken nicht, dass Negativgedankenspiralen sie lähmen. Immer und immer wieder denken sie dasselbe und oft sind es belastende Gedanken, die sich auf Repeat stellen.

Mit einer regelmäßigen Meditationspraxis lässt sich erlernen, wie wir (Schritt 1) erst einmal merken, dass wir etwas denken, was uns nicht gut tut. Schritt 2 ist, ganz bewusst diesen Gedanken zu verabschieden. So einfach dies klingt, so schwierig ist es im Alltag. Denn neben Kind schuckeln, Job, Essen kochen, Partner fragen wie der Tag war, neben an den gelben Sack denken und Knusperbox für den Kindergarten packen, ist das Denken oft ein Selbstläufer. Und es kommen Gedanken, die wir schon oft gedacht haben, schneller an die Oberfläche. So ist unser Gehirn gemacht. Gedanken, die oft vorkommen, werden priorisiert und die neuen, die sind es, die wir unserem Geist erst einmal schmackhaft machen müssen.

Wieso die Meditation dabei hilft? Weil wir ganz bewusst zur Ruhe kommen. Und da das Ziel ist, nichts zu denken, ist jeder Gedanke, der sich einschleicht ein viel bewussterer. Je öfter wir dies praktizieren, auch dieses Wegschicken, der sich anschleichenden Gedanken, desto bewusster ist uns auch im Alltag, was wir denken.

Nun zu einem Trick, den ich anwende, wenn ich mich zum Meditieren hinsetzte oder auch, wenn mein Tag hektisch ist und mein Kopf gefüllt ist von einem Wust an Gedanken, Aufgaben, To Do Listen:

Ich höre hin, stelle mich einen Moment lang dem Chaos. Und dann stelle ich mir vor, wie ich am Lautstärkeregler all dies wilde Zeug in meinem Kopf immer leiser stelle. Ich lasse die Stimmen ausfaden bis nur noch Stille da ist. Und genieße diese Ruhe.

Falls sie wiederkommen, die Gedanken wiederhole ich dies. Immer und immer wieder. Bis Ich mich wieder ausruhen kann in diesem friedvollen Raum der Stille, des Nichtsdenkens, des „einfach Seins“.

Probiert es aus, dreht mal die Lautstärke runter und abschließend ein herrliches Zitat von Eckhart Tolle:

When you not longer believe everything you think, you step out of thought and see clearly that the thinker is not who you are.

Eckhart Tolle

Einen lieben Gruß und einen friedvollen Tag Euch Julia

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