Dinos in the morning

Anbei ein Foto aus der Dusche - natürlich nicht ich duschend, sondern mein Ausblick, wenn ich in und aus der Dusche steige. Ein Plakat voller Dinosaurier, weil die ganze Familie Dino Fan ist.

Mein kleiner lebendiger Wecker weckt uns um 6.30h. Dann steh ich auf auf spring unter die Dusche. Ein kurzer Zeitraum. Aber nicht kurz genug für mein Hirn. Denn vom Moment des Augenaufschlagens (ok, da können ein paar Momente vergehen, weil ich bei meinem kleinen Wecker immer wieder den Snooze Button suche – der wurde irgendwie nicht eingebaut ;)), bis hin zu dem Moment, wenn ich unter der Dusche stehe, beginnt mein eifriges Gehirn mit einer ungeahnten Vielfalt von Gedanken, Plänen und Vorschlägen aufzuwarten. Es will den Tag mit mir durchplanen, überlegen, was so in die Frühstücksbox vom Kleinen soll. Es beschäftigt sich mit dem Yogathema, was ich in meinem Abendkurs habe und außerdem damit, dass ich neues Shampoo kaufen sollte, weil meines bald alle ist. War der Nudelvorrat nicht auch erschöpft? Mentale Notiz, gleich nach dem Duschen nachzuschauen. Ach und wenn ich schon dabei bin, auch, ob wir noch Katzenfutter haben. Die Katze .. mh.... da muss ich noch ein Dankeschön für die liebste Katzensitterin (und großartige Freundin) besorgen, die Emma während unserer Reise verpflegt hat....und so geht es oft munter so weiter in meinem Kopf. Gedanken jagen einander um die Wette – na wer ist schneller und kann den anderen mitten im Satz auf ein anderes Thema bringen?

Vor ein paar Wochen zog ich nach dem Duschen den Vorhang auf (ein bisschen schwankend ob der Flut dieser Infos am Morgen ;)) und schaute auf das Dino Poster. Und da sah ich es:

So voll wie dieses Poster an unterschiedlichsten Vertretern der Dinos war auch mein Kopf. Und das um 7:00h am Morgen! In meinem Kopf liefen Stegosaurier, flogen Microraptoren und stritten sich Pachycephalosaurier.

Die Folge dessen – ich war schon nach dem Duschen völlig wuselig.

Was mache ich seitdem? Wenn ich ins Badezimmer komme nicke ich ihnen wissend zu, den Dinos. Dann mach ich den Duschvorhang zu. Und dusche. Ich dusche nur. Wenn ein Dino um die Ecke kommt und mit mir besprechen mag, was ich für die Jungs zum Abendbrot machen könnte (zu diesem Zeitpunkt also noch so circa 12h entfernt, lieber Tyrannosaurus), dann schick ich ihn aus der Dusche. Konzentrier mich auf das Wasserrauschen und tue nichts anderes als zu duschen.

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister warum er so zufrieden und glücklich ist:

Der Zen-Meister antwortet: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich …”

“Das tun wir auch, antworteten seine Schüler, aber was machst Du darüber hinaus?” fragten Sie erneut. Der Meister erwiderte: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”

Wieder sagten seine Schüler: “Aber das tun wir doch auch Meister!” Er aber sagte zu seinen Schülern: “Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”

Genießt den Moment, Eure Julia

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